In vielen ländlichen Regionen fehlen Orte, an denen Menschen zusammenkommen können: Treffpunkte für Vereine, Kultur, Austausch und Engagement. Gleichzeitig stehen immer mehr kirchliche Gebäude vor einer ungewissen Zukunft. Laut einem ökumenischen Positionspapier von 2023 sollen bundesweit rund 40.000 sakrale und nicht-sakrale Gebäude in den kommenden Jahren veräußert werden – etwa ein Drittel des Gesamtbestands.
Der Handlungsdruck ist groß: Sinkende Mitgliederzahlen, begrenzte finanzielle Ressourcen und hoher energetischer Sanierungsbedarf verlangen nach neuen, kreativen Lösungen. Doch was wird aus den Gebäuden? Und wie können sie weiterhin der Gemeinschaft dienen?
Kirchenleitungen betonen, dass frei werdende Räume möglichst sozial wirksam genutzt werden sollen – etwa als Dritte Orte: offene Treffpunkte für Engagement, Kultur, Kooperation und Bildung. Damit solche Orte entstehen können, braucht es jedoch tragfähige Konzepte und lokale Partnerschaften.
Genau hier setzt der Fachtag am 27. November 2025 an, den ich in der Öffentlichkeitsarbeit begleite. Fünf Modellprojekte aus Baden-Württemberg stellen vor, wie sie kirchliche Gebäude – zwei sakrale, drei nicht-sakrale – in moderierten Entwicklungsprozessen zu lebendigen Dritten Orten weiterdenken.
Die Gemeinden zeigen, wie Räume entstehen können, die Generationen verbinden, kreatives Miteinander fördern und neue Formen gesellschaftlichen Engagements ermöglichen.
Mehr Infos zum Programm und zum Modellprojekt „Kirchliche Räume zu Dritten Orten weiten“:
https://www.spes.de/zukunftsmodelle/dritte-orte
